Liebe Gemeindemitglieder,

liebe Leserin, lieber Leser,

 

wie die Zeit vergeht. Es ist manchmal nicht zu glauben. Mit dieser Ausgabe des Lutherboten befinden wir uns schon in der Großplanung für die Passionszeit, Ostern und die Konfirmation. Dabei liegt der Weltgebetstag der Frauen in diesem Jahr sogar vor den Faschingstagen, was wirklich selten passiert. Manchmal denke ich, die Zeit vergeht so schnell, weil auch so viel passiert. Neben den Feiertagen und dem

kirchlichen Rhythmus Advent – Weihnachten – Epiphanias – Vorpassionszeit, gibt es so viel, was uns bewegt. Nicht zuletzt, dass unsere Vikarin Schimmel bis Anfang April ihre letzten Examensprüfungen hat und wir dann im April das Büro vom Pfarramt ins Myconiushaus umziehen werden. Ich hoffe, es wird nicht Anfang Mai. Was da alles vorher noch zu packen und abzuwägen ist, Brrrrr. Zu unseren eigenen rein gemeindlichen Aktivitäten kommt dann immer noch die weltliche Lage. Ob Brexit oder Trump, ob Diesel oder Klimawandel, ob Parteiverdrossenheit und Populismus – die Jahreslosung erscheint mir immer wichtiger: „Suche Frieden und jage ihm nach!“ Kein Wort, das nur für den Jahreswechsel bedacht werden

sollte!

 

Aber nun erstmal, viel Freude beim Schmökern vom Lutherboten!

 

Herzlich grüßt

Ihre Pfarrerin Anne Salzbrenner

 

 

 

 

Wussten Sie schon, ...?

 

… dass der Weltgebetstag der Frauen in diesem Jahr aus Slowenien kommt?

…dass unsere Pfarrerin Salzbrenner als stellvertretende Dekanin seit 19.12.2018 für drei Jahre die Dienstaufsicht über die Gesamtverwaltungsstelle in Michelau hat? So wird es nicht leichter sein, sie im Lichtenfelser Pfarrbüro zu

erreichen, aber nicht aufgeben, oder gar böse werden. Sie tut, was sie kann.

…dass unser Pfarrer Zettler am 16. Februar 60 Jahre jung geworden ist? Er wollte nicht, dass wir es vorher im Lutherboten veröffentlichen. Trotzdem wurde ordentlich gefeiert und viele waren da. Mundpropaganda ist alles :-)

…dass Pfarrer Zettler schon 15 Jahre in Lichtenfels wirkt? Lichtenfels ist halt doch die beste der Gemeinden. Sie pflegt ihren Pfarrer (und ihre Pfarrerin) gut! Er hat geäußert, dass es ihm hier gefällt!

…dass am Ostermontag um 10:00 Uhr wieder Gottesdienst für Jung und Alt, mit anschließendem Ostereiersuchen und gemütlichem Frühstück ist?

…dass der junge Mann im Büro Tobias Simon heißt und Praktikant ist? Er wird ab Mitte April mit dem Theologiestudium beginnen.

…dass die Passionszeit 40 Tage dauert?

…dass unsere Konfirmanden und Konfirmandinnen nach dem ersten Vorstellungsgottesdienst (am 14. April) d.h. dem Sonntag vor Ostern, kleine selbstgemachte Osterbasteleien für einen guten Zweck verkaufen?

…dass unsere Perle im Büro Frau Maschik am 1. Mai 40 Jahre lang die Stellung im kirchlichen Dienst hält?

…dass unser Pfarrbüro voraussichtlich ab Anfang April – oder spätestens Anfang Mai - im Myconiushaus einzieht? Wer dann klingelt, tut dies vergeblich. Bitte gehen Sie zu den üblichen Bürostunden ins Myconiushaus. Der Raum im Erdgeschoss, der früher die Bücherei war, ist dann für die nächsten eineinhalb

Jahre das „neue“ Büro.

…dass unsere gemeindeübergreifende Predigtreihe in der Passionszeit zu Passionsliedern ( „Korn, das in die Erde“, „O Haupt voll Blut und Wunden“ und „Fürwahr, er trug unsre Krankheit“) von Pfarrerin Salzbrenner, Pfarrer Hain und Pfarrerin Vincent gestaltet wird?

…dass unser „himmlischer“ Lutherbote ganz irdisch finanziert werden muss? Wir möchten Sie daher ganz herzlich um eine Spende für die Druckkosten bitten. Ein Überweisungsträger dafür liegt dem Lutherboten bei.

„Dieser Preis gilt uns allen“

Ein Interview mit Pfarrerin Anne Salzbrenner zur Verleihung der Ehrenmedaille der Stadt Lichtenfels

 

Welche Bedeutung hat dieser Preis für Sie?

Als ich den Anruf von Bürgermeister Andreas Hügerich erhielt, dachte ich: Es ist eine große Ehre und eine besondere Auszeichnung für meine Arbeit, die ich gar nicht anders machen kann, als genau so. Denn so wurde ich erzogen, christlich motiviert für Toleranz und Menschlichkeit einzutreten. Ich glaube, meine Eltern und mein Großvater schauen stolz zu mir herunter und freuen sich, dass meine bunte Erziehung diese Früchte trägt.

 

Und welche Bedeutung hat dies für Ihre Gemeinde?

Ich würde mich freuen, wenn es uns allen neuen Rückenwind verleiht, für mehr Menschlichkeit und Gerechtigkeit einzutreten. Manche sind vielleicht auch stolz darauf, dass eine evang. Pfarrerin in Lichtenfels so ausgezeichnet wird. Besonders danke ich unserem Kirchenvorstand, denn alleine könnte ich das alles nicht schaffen. Diese Ehrenmedaille steht auch für das große Engagement und den starken Zusammenhalt bei kritischen und umstrittenen Projekten.

 

Welche Aufgaben und Projekte stehen demnächst an?

Wir freuen uns sehr auf die Eröffnung des Körblas. Gemeinsam mit Christine Babucke und ihrem Team werden wir dieses neue Konzept mit Leben füllen. Außerdem sehe ich in meiner zusätzlichen Rolle als stellvertretende Dekanin die bedeutende Chance, in Zeiten des Umbruchs neue Strukturen mitzugestalten. Und nicht zuletzt eine Aufgabe, die uns alle angeht, nämlich seine Stimme gegen rechtspopulistische Strömungen zu erheben.

 

Welcher andere Lebensweg als der als Pfarrerin hätte Sie vielleicht auch zu diesem Preis führen können?

Da muss ich schmunzeln. Vielleicht die Politik. Schon zu Studiumszeiten habe ich mich politisch sehr engagiert. Aber ich kann ganz klar sagen: Meine Berufung ist Gemeindepfarrerin zu sein mit ganz unterschiedlichen Aufgaben und Verantwortungsbereichen. Da gehöre ich einfach hin.

 

Wäre es nicht die Ehrenmedaille der Stadt Lichtenfels, sondern die Oscar-Verleihung in Hollywood, welcher Schauspieler würde Sie am besten vertreten?

Ich überlege kurz. Ganz klar: Barbara Streisand. Ihre Rolle im Film „Yentl“ war grandios. Diese taffe Art und ihr jugendliches Engagement als Teil einer großen

Friedensbewegung gefallen mir sehr. Am Filmzitat „Nichts ist unmöglich“ können wir alle festhalten.

 

Iris Birger

 

 

Klinikseelsorge

Wichtiger Hinweis in eigener Sache: Leider müssen wir Klinikseelsorger immer wieder feststellen, dass unsere Patientenlisten unvollständig sind. Selbst PatientInnen, die ausdrücklich einen Besuchswunsch angegeben haben, erscheinen auf keiner uns zugänglichen Liste. Die Ursache liegt vermutlich in der EDV der Klinik und konnte bislang nicht behoben werden.

Darum die dringende Bitte: Wenn Sie wissen, dass ein Angehöriger oder Bekannter sich über Besuch der Klinikseelsorge freuen würde, dann geben Sie das bitte ans Pfarramt Lichtenfels oder direkt an mich als Klinikseelsorgerin weiter (09573 232)!

 

Vielen Dank für Ihre Mithilfe!

 

Ihre Pfarrerin

Sabine Schmid-Hagen